Gedanken zum Sehtest im Zusammenhang mit Dissoziation

Auch in diesem Bereich komme ich nicht umhin mich mit dieser Beeinträchtigung zu beschäftigen. Selbst wenn Therapeuten immer wieder fasziniert sagen, welch Wunder die Dissoziation als Schutzmechanismus ist, was ich auch so sehe. Wenn das Trauma vorbei ist und man im Alltag ankommt und immer noch mit starker Dissoziation auf alle möglichen Trigger reagiert, dann ist es für mich in dem Moment kein Wunder der Psyche, sondern ganz einfach eine Beeinträchtigung. Sie erschwert mir den Alltag, indem ich zum Beispiel im Unterricht sitze und weder richtig gucken, denken, oder mich artikulieren kann. Dann werfe ich mir rasch ein starkes Pfefferminz ein und hoffe dass die Umwelt bald wieder etwas klarer wird. Dass ich häufiger verschwommen sehe und auch zeitweilig Probleme mit den Augen habe, wollte ich gerne abklären lassen. Und ich kann auch nicht sagen, ob es schon vorher so war, weil ich mich einfach nicht erinnere. Ich weiß nur, dass es mir jetzt auffällt und mir den Alltag erschwert. Der Sehtest lief sehr schön ab, da ich Glück mit der Fiale und auch dem Optiker hatte. Ein sehr ruhiger und einfühlsamer Mann. Er kam dann zu dem Schluss, dass ich keine größere Sehschwäche habe, sondern ein Auge eine Hornhaut-Verkrümmung aufweist. Was ja erstmal gute Nachrichten sind und es sieht auch nicht danach aus, als ob meine Augen schlechter werden könnten. Die Hornhaut-Verkrümmung führt schon zu einigen Problemen, welche Mann mit einer Brille korrigieren kann. Da saß ich auf meinem Stuhl und in meinem Gehirn überschlugen sich die Gedanken. Dass ich zeitweilig so verschwommen sehe, liegt also nicht an meinen Augen. Mein zwei Gedanke war sofort Dissoziation. Das hatte ich auch vorher schon im Kopf, fand es aber trotzdem wichtig, abzuklären, ob es dafür eine physische Ursache gibt. Die letzte Woche war sehr belastend für mich, was vermutlich auch die häufigere und stärkere Dissoziation erklärt. Es wäre so einfach gewesen einfach einen Seh-Wert für diese Probleme verantwortlich zu machen. Brille – Zack, Problem gelöst. So einfach ist das mit der Dissoziation nicht. Und ich werde schauen, wie ich im Schulalltag besser damit umgehen kann. Denn die Anforderungen steigen noch und ich werde nachmittags neben der Therapie auch zweimal die Woche wegen meiner Hand zur Physiotherapie müssen. Es fühlt sich an als würde ich gerade an jeder Stelle hämmern und bauen, ein nicht enden wollendes Projekt Mondmädchen. Und sobald eine Stelle verspachtelt ist, bekommt die Nächste Risse und Löcher, oder eine ganz neue Stelle, die repariert werden muss tauch auf, von der ich bisher nichts ahnte. Meine Therapeutin sagte dazu, dass es ja nicht mehr geworden ist von diesen Themen, das war ja schon immer so, nur dass ich durch die Schule weniger Zeit und Kraft für die anderen Baustellen habe. Aber im Großen und Ganzen finde ich, klappt es bisher ganz gut.

Die Nachwirkung meiner Mail

Vor einigen Monaten schrieb ich meiner Mutter eine Mail, in der ich ungefiltert alles raus ließ, was gerade hoch kam. Auch berichtete ich das erste mal von dem sexuellen Missbrauch. Meine Mutter antwortete, seitdem herrscht Funkstille. Mit meinem Vater sprach ich am Telefon einige Tage danach, darüber und seitdem haben wir immer mal wieder Kontakt.

Heute telefonierten mein Vater und ich, wegen einer eher banalen Angelegenheit, denn er hatte angeboten, mir die Brille, die ich brauche als Geburtstags/Weihnachtsgeschenk zu kaufen. Was mich gefreut hat, weil ich sie mir ansonsten nicht hätte leisten können. Ich rief ihn freudig nach dem super Optiker-Termin mit Sehtest an. Das Gespräch nahm eine unerwartet Wendung, als er sagte, dass es meiner Mutter sehr schlecht gehen würde. Sie arbeitet ja jetzt mit traumatisierten Kindern und hatte aus Überlastung wohl einen Zusammenbruch. Was mich nicht wundert. Auch sagte er, dass sie darunter leiden würde, dass wir seither keinen Kontakt hätten, ich zu ihm aber Kontakt haben würde. Ich fragte dann irritiert, was er nun wollen würde und ob wir den Kontakt wieder einstellen, damit es sie nicht belastet, oder wie?!

Und er meinte, dass meine Mail einfach viel aufgewühlt hat und sie vieles davon nicht nachvollziehen können, wie zum Beispiel, dass ich denke, dass sie keine Mutter hätte werden sollen. Das finden beide ziemlich hart. Ich antwortete und erklärte, warum ich das so empfinde und warum es wichtig für mich war diese Gedanken und Gefühle endlich raus zu lassen.

Auch denken beide, dass ich gar nicht mehr erinnere, was sie auch alles schönes für mich gemacht haben und immer nur das Schlimme sehe. Was so nicht stimmt, ich antwortete, dass ich da schon weiß, es die emotionale Vernachlässigung aber nicht wieder gut macht.

Er sagte noch, dass sie einfach überfordert mit mir waren und wie verrückt und komisch ich mich verhalten habe. Dass er sich manchmal fragt, was für ein fremdes Wesen ich eigentlich bin, oder auch umgekehrt. Puh. Er sagte, dass sie bestimmt anders hätten helfen können, hätten sie von den Traumata gewusst. Meine Eltern waren zu diesem Zeitpunkt keine Vertrauenspersonen für mich und ich erklärte ihm, warum ich damals nicht darüber sprechen konnte und inwiefern das mit der Traumatisierung zusammen hängt. Hätte, hätte Fahradkette. Das hat mich so verdammt wütend gemacht und ich weiß nicht wie ich es schaffte ihm so sachlich und bestimmt zu kontern, während ich in der überfüllten Shopping-Straße saß. Surreale Situation. Auch antwortete ich, dass ICH das Kind war und SIE die Eltern. Ich hatte doch keine Ahnung was ich da tat. Ich wollte einfach nur in den Arm genommen werden und dass jemand wirklich da ist und nicht mich als den Fehler sieht, so wie er es heute schon wieder tat.

Dass sie sich jetzt deswegen schlecht fühlen, was ich ihnen gesagt habe ist die Konsequenz aus ihrem Verhalten. Damit müssen sie leben und ich werde diese Worte nicht wieder zurück nehmen, oder sagen, „ja hätte ich mal früher was gesagt, eigentlich seid ihr super Eltern“. NEIN NEIN NEIN. Auch sagte ich ihm, dass es mich verletzt, dass er nun wieder auf ihrer Seite ist und guckt dass es ihr gut geht und ich was tun soll. Er wünscht sich, dass ich mit ihr in Kontakt trete, aber das werde ich nicht tun. Ich habe aber angeboten, dass sie mir Nachrichten schreiben kann, über ihre Gedanken und Gefühle, wenn sie wirklich etwas ändern will. Wenn es nur Schuldzuweisungen hagelt wird es von mir keine Antwort geben. Auch werde ich überlegen, inwieweit ich Kontakt zu meinem Vater halte. Wer ist denn endlich mal auf meiner Seite? Wer nimmt meine Gefühle ernst und lässt sie einfach sein. Hält es aus, dass ich wütend bin, ohne mir die Schuld zurück zu schieben. Ich weiß, dass sie auf diese Art versuchen, mit meinen Worten irgendwie klar zu kommen. Diesen Gefallen werde ich ihnen nicht tun. Das ist verdammt ungemütlich. Sie versuchen nun krampfhaft ihre selbst gebaute Realität zusammen zu halten. Da mache ich nicht mit. Durch die Traumatherapie habe so viel erfahren.

Er sagte, dass er den Kontakt nicht wieder einstellen will, aber es eine schwierige Situation  für ihn ist. Keine Ahnung was ich mit diesen Informationen jetzt anfangen soll. Er wollte auch noch wissen, ob ich meiner Mutter den antworten würde, wenn sie schreibt und ich antwortete, dass ich es noch nicht weiß und eher dazu dienen sollte, dass ich etwas über sie erfahre, als dass etwas von mir kommt.

Ich bin echt nicht dafür verantwortlich, dass es ihnen damit besser geht. Ich habe echt genug scheiße zu tragen. Sollen die sich halt Therapeuten suchen und das aufarbeiten. Dafür bin ich nicht verantwortlich. Noch habe ich gerade Lust meine Eltern überhaupt in meinem Leben zu haben. Es geht bei mir gerade mal in kleinen Schritten bergauf und das habe ich nicht ihnen zu verdanken.

I’m sorry mama
I never meant to hurt you
I never meant to make you cry
But tonight
I’m cleanin‘ out my closet

One more time

I said I’m sorry mama
I never meant to hurt you
I never meant to make you cry
But tonight
I’m cleanin‘ out my closet

(Eminem – cleaning out my closet)

 

Notfall Zahnarztbesuch(Triggerwarnung!)

Heute bin ich dünnhäutig. In der Nacht wälzte ich mich bloß von der einen auf die andere Seite. In der Schule konnte mein Gehirn nicht gut filter, da meine Klasse so laut war. Es gibt dort drei verschiedene Gruppierungen, die immer laute Nebengespräche führen und zwar konstant. Egal ob ich sie darauf hinweise, dass es mir so schwer fällt zu folgen, oder der Lehrer ermahnt. Genervt, erschöpft und mit einem löchrigen Gehirn machte ich mich auf den Weg zum Zahnarzt. Meiner hatte leider keinen Termin mehr, da wo sie sich mit Angstpatienten auskennen. Bei dem, zu dem ich ging, war ich schon mal und fand es okay. Allerdings war ich da funktional. Und heute löchrig.

Ich versuchte schon anfänglich zu erklären, dass der Mundraum bei mir schwierig ist. Aber benutzte keine Worte wie Trauma, was ich vielleicht hätte tun sollen. Danach wurde mir eine Art Gummiblatt über Mund und Zahn gestülpt. betäubte Zunge und dazu ein Keil im Mund. Ich zu meinem Gehirn: „Wir schaffen das.“ Es gab beim Bohren schmerzen und ich war ein einziger Krampf. Schaffte es aber noch. Doch irgendwelche Bewegungen im Mund gingen dann nicht mehr und ein Flashback stürzte auf mich ein mit wimmern, heulen, würgen, husten und mir an den Hals fassen, als würde ich keine Luft bekommen. Von außen, wenn man nicht weiß, was los ist, muss es ausgesehen haben, als würde ich übertreiben. Sie merkten, dass es nicht half, dass dieses Gummizeug noch über meinem Mund war und rissen es ab. Ich röchelte noch vor mich hin, aber schaffte es binnen von Minuten mich zu beruhigen. Weil niemand etwas sagte, sagte ich „tut mir leid.“ Der Zahnarzt: „Alles gut. Jetzt kommen keine Schmerzen mehr, sondern nur noch die Füllung.“ Ich:“ Das lag nicht an den Schmerzen…“ Wusste aber nicht wie ich es erklären sollte, weil mich beide ungeduldig anschauten. Es musste weiter gemacht werden. Zeit ist ja Geld und so… Ich schaffte es mit totstellen und Dissoziation bis zum Ende. Danach, als das Gummiteil wieder von meinem Mund gezogen wurde und der Keil rausgenommen wurde, brach ich erneut in Tränen aus und konnte nichts dagegen tun. Der Zahnarzt, war ziemlich überfordert und sagte wieder.“Alles gut“. In mir schrie es „NEIN IST ES NICHT“ und die Zahnarzthelferin gab mit Taschentüchter und fragte, ob sie mir Wasser bringen sollte. Ich verneinte und weinte immer noch. Sie fragte erneut und ich stimmte diesmal zu, um mich zusammen zu kratzen, während sie es holen ging. Sie sagte noch, dass ich so lange bleiben konnte, wie ich Zeit brauchte, da sie weiter arbeiten musste. Sie sagte auch, dass ich besser mal in den Handspiegel gucken sollte, den sie mir mit Taschentüchern bereit legte. Mir liefen immer noch die Tränen und ich versuchte durch das Flashback hindurch überhaupt erstmal wieder zurück in die Realität zu kommen, da war es mir so ziemlich egal, wie ich aussah. Ich weiß aber, dass es von außen nicht verständlich ist, dass ich wegen eines Zahnarztbesuches reagiere, als würde ich mit Leben und Tod ringen.

Zahnarztbesuche sind immer schwierig für mich und ich erlebte schon häufiger, wenn ich so reagierte, dass das Personal sehr damit überfordert war, was bei mir zu Schuldgefühlen fühlte. Ich WEIß, dass ich nichts dafür kann, aber in diesem sehr sterilen, sehr emotional distanzierten und zeitlich begrenzten Rahmen, ist es sehr schwer mich mit zu teilen.

heute ging es nicht anders, die nächsten Termine mache ich aber auf jeden Fall wieder bei dem anderen Zahnarzt. Der ist zwar teurer, aber dort wurde mir mehr Zeit gegeben.

Auch kommt das Personal nicht gut damit zurecht, wie unterschiedlich ich mich verhalte und das verstehe ich. Wenn man nicht weiß warum, dann wirkt das von außen sicherlich sehr befremdlich. Nur sind die verletzen Teile in mir besonders schützenswert. Ihnen sollte besonders liebevoll begegnet werden. Nicht nur wenn ich witzig und funktional bin.

Trauma ist die Hölle. Trauma ist einfach nur die Hölle.

Funktionieren, bis man plötzlich nicht mehr funktioniert

Es trifft mich immer wieder, hart und wie aus heiterem Himmel. Dabei weiß ich, dass ich nicht auf einmal über Nacht rein gewaschen von meiner Vergangenheit bin und sie mich nicht weiterhin belastet. Im Alltag gibt es gerade keine Zeit für Gedanken und Gefühle. Alles ist zeitlich geplant. Nach der Schule gibt es viele andere Punkte auf meiner to-do Liste um die ich mich kümmern muss. Ich muss funktionieren, anders geht es nicht. Und ich denke es läuft gut, bis das Wochenende kommt. Es ist, als hätte sich alles angesammelt, was in der Woche nicht gefühlt werden konnte. Dann überollt es mich ganz plötzlich. Meinen Körper nehme ich plötzlich anders wahr, obwohl es vorher kein Problem war und nachts habe ich einen wirren Albtraum nach dem Anderen. Ich weiß, dass dieser Zustand gerade auch wieder geht, in dem ich mich befinde. Gerade könnte ich aber einfach nur auf dem Boden liegen und stundenlang heulen und ich weiß nicht mal wieso. Ich bin so stolz wie gut ich gerade alles hinbekomme. Meine Therapeutin fragt Freitagabend per Nachricht, wann wir uns sehen wollen und da fällt mir ein, dass es da ja noch ganz andere Sachen gibt. Ich will das nicht. Keine Therapie, keine Beschäftigung mit diesen Themen. Es wäre so schön, einfach ohne all das leben zu können. Doch auch in der Woche, gab es viele Trigger, mit denen ich dann umgegangen bin, so gut ich konnte. Das kostet enorm viel Kraft. Und ich merke, dass ich diesen Umgang und das Verständnis für diese Trigger vor allem der Therapie zu verdanken habe. Ich habe tatsächlich mittlerweile mehr Handlungsfähigkeit und Kontrolle über mein Leben zurück bekommen. Doch es ist immer noch ein unendlicher Kampf. Es hilft mir sehr mein Ziel vor Augen zu haben, das mich antreibt zu kämpfen. Dass ich ein besseres Leben für mich will. Dass ich mich da raus holen will. Mich irgendwann finanziell besser absichern zu können und mich auch emotional besser um mich kümmern zu können.

Gestern habe ich den ganzen Tag die Wohnung geschrubbt, davon hielt mich weder die Handgelenks-Prothese ab, die ich zurzeit tragen muss, noch, dass ich ausrutschte und meinen Zeh verletzte. Ich schrubbte, sortierte und räumte den ganzen Tag. Das ist bei mir häufig ein Ausdruck davon, dass da viele Gefühle sind. Viele unangenehme Gefühle, die ich wegwaschen will. Doch so einfach funktioniert das nicht und nun sitze ich in meiner ordentlichen und sauberen Wohnung und fühle mich hundeelend und weiß nicht einmal warum.

Vielleicht ist es gerade auch einfach viel und ich darf mich überfordert und traurig fühlen.

Ich habe es so satt

So satt, dass Gewalt in alltäglichen Sätzen und Sprüchen verharmlost wird. Gestern fiel einer Klassenkameradin auf, dass ich einen großen blauen Fleck hatte und sie sagte “ Ich bin auch so anfällig für blaue Flecken. Sieht immer aus als wäre ich vergewaltigt worden.“ Ich schaffte es mich abzugrenzen. Ich weiß auch, dass sie in einem Heim, groß geworden ist und diese Art von Sprache für sie normal ist. Für mich wird ein Vergleich mit einer der schlimmsten Formen von Gewalt immer ekelhaft bleiben.

Ich habe es so satt, dass Menschen mir als Betroffene sagen, wie ich mich zu fühlen hätte. Eine Freundin erzählte mir am Sonntag in einem Café, dass sie an einem Frauen-circel am Abend zuvor teilnahm. Da hat man seine „Yoni“ näher kennengelernt. Ihr könnt euch schon denken, was eine Yoni sein soll. 😉 Für mich sind solche spirituellen Sachen gar nichts, aber ich hörte aufmerksam zu (sie hat auch große Probleme ihren Körper anzunehmen und Probleme mit dem Essen) Und urteilte nicht darüber, sondern freute mich, dass es ihr zu helfen schien. Das war nämlich IHR Weg. Nicht meiner. Ich erzählte ihr dann, dass ich irgendwann gerne mit Frauen arbeiten würde und auch gerne Teil einer Organisation wäre, die sich für solche Dinge einsetzt, die ich durch gemacht habe. Vielleicht nicht jetzt, da es noch zu sehr triggern würde. Es wäre aber ein Herzenswunsch. Und ich wurde sehr emotional dabei, indem ich mich über die aktuellen Zustände aufregte. Sie unterbrach mich irgendwann und sagte, dass sie für sich herausgefunden hat, dass wütend sein nichts bringt und sie lieber ihre Yoni wertschätzt und alles in Liebe betrachtet und sowas von sich abprallen lässt. Danach sagte ich nichts mehr. Nur später noch, dass ich endlich wütend sein kann und meine Wut auch okay ist. Dass sie mir hilft. Sie erklärte dann wieder, warum Wut auch manchmal nicht so gut sein kann, wenn sie sich gegen andere richtet. Das war ja aber überhaupt nicht das, was ich meinte. Natürlich habe ich nicht vor, es gegen Andere zu richten. Doch diese Umstände, dass es mir so oft passiert ist und auch immer noch auf der Welt geschieht macht mich unfassbar wütend. Es ist aber auch mein Antrieb weiter zu machen und endlich für mich einzustehen. Oder die Wut endlich zu adressieren, wie bei meinen Eltern, statt gegen mich zu richten. Dazu tendieren nämlich viele Frauen. Wir sollen in unserem Stillen Kämmerchen „unserer Yoni“ am besten noch die Schuld geben und das mit uns selbst ausmachen. Ich verstehe, dass ein liebevoller Umgang mit meinem Körper mir helfen könnte, aber da bin ich gerade noch nicht. Ich bin wütend, verdammt wütend und werde mir von niemandem sagen lassen, wie ich mit den Folgen umzugehen habe. Sie hat diese Erfahrungen auch nicht gemacht, sie weiß nicht, wie es sich anfühlt und ich finde es anmaßend mir zu sagen, wie ich damit umgehen und mich fühlen sollte. Mich würde es zum Beispiel nur triggern zu einem Frauen- circle zu gehen.

 

Positive Erfahrungen mit Helfermenschen

Da denke ich vor allem an vier Menschen, denen ich ewig dankbar sein werde. Die in meiner schlimmsten psychischen Verfassung da waren und halfen.

Es handelt sich dabei einmal um Frau K., die ich an der Berufsschule kennenlernte, wo ich die Ausbildung zur Erzieherin anstrebte. Frau K. war und ist mein erstes richtiges, weibliches Vorbild. Sie war dort schon über 50, immer gut gekleidet, sehr sportlich, hatte einen sehr wachen Geist und ein sehr großes Herz. Sie war anders, als alle Lehrer, die ich jemals traf und wir hatten sofort eine gemeinsame Ebene. Mit manchen Menschen harmoniert es sofort. So war es bei ihr und ich saugte alles auf, was sie mir vorlebte. Mein Plan war, es zu dieser Zeit ja, nicht alt zu werden. Das war immer der Plan gewesen. Und sie war der erste Anreiz, doch Älter als 20 zu werden. Sie war auch die Vertrauenslehrerin der Schule und machte nach der Schule mit mir Beratungen, als ich in die Krise stürzte und sehr schnell viel abnahm. Sie half mir eine Therapeutin zu finden, eine Frau, die bei ihr im Chor war. Die ebenso zu meinem Vorbild wurde. Frau K. sah mich, verstand mich, half mir in meiner Not. Und war dabei unheimlich liebevoll. Ich merke immer noch, wie viel Sympathie ich für diese Frau empfinde, während ich über sie schreibe, was nicht selbstverständlich ist, da ich normalerweise wenig emotionale Verbindung zu Menschen habe, die ich lange nicht gesehen habe, oder generell für Menschen von damals.

Dann gab es da noch den jungen Assistenzarzt Dr. P. der ganz neu in meine Hausarzt-Praxis kam. Ich vertraute keinen männlichen Ärzten. Doch Dr. P gab sich sehr viel Mühe, mit Witz und Herz, um mit mir eine Beziehung auf zu bauen. Er nahm sich Zeit, auch wenn ich nur wegen einer Krankschreibung zu ihm kam und das Wartezimmer rappelvoll war. Redete mit mir über Bücher und wir hatten den gleichen Humor. Er war auch derjenige, der mein Gewicht ansprach. Der Ansprach, dass meine ständigen Bauchschmerzen nicht bloß psychosomatischer Natur sein könnten. (Wie es mir ja lange Zeit von meiner Mutter und Ärzten eingeredet wurde) Jedes Mal, wenn er mich körperlich untersuchte, dann rief er eine Arzthelferin in das Zimmer, die mich ablenkte und mich zum Beispiel fragte, woher meine Schuhe seien. Heute denke ich mir, dass er es wusste. Beziehungsweise eine Ahnung hatte, dass ich in diesem Bereich traumatisiert war. Das werde ich niemals vergessen, denn ich fühlte mich so wertgeschätzt und gesehen. Natürlich nervte es mich, dass er die Magersucht ansprach, doch anders als meine Familie ignorierte er meine Symptome nicht. Indem er das ansprach, nahm er auch meine Not ernst. Ich erinnere viele sehr lustige Momente, dadurch, dass wir sofort den gleichen Humor hatten. Dort ging ich wirklich sehr gerne hin.

Dr. K war mein homöopathicher  Arzt als Kind, der später, als das mit der Endometriose eintrat, es ernst nahm. Ich hatte eine große Zyste, was wir damals nicht wussten und er wollte, dass mein Vater mit mir nach dem Termin bei ihm, in eine andere Praxis für einen Ultraschall fuhr. Mein Vater hatte aber eine Erkältung und keine Lust noch länger zu warten und fuhr mit mir nach Hause. Als wir erst wesentlich später (Tage/Wochen?) bei Dr. K wieder in der Praxis mit dem Ultraschall-Bild waren, wurde er total ärgerlich und warf meinem Vater das enorm vor. Damals verstand ich das nicht, ich war vielleicht 12(?) und wollte nicht, dass jemand meinen Vater so behandelte. Heute weiß ich, dass er richtig gehandelt hat. Ich kam danach ins Krankenhaus und wurde operiert. Da war ich auch allein auf der Kinderstation. Ich erinnere mich, dass Dr. K mich später zu meinen Eltern befragte und viel aufwühlte. Damals war aber alles so gut gedeckelt, um irgendwie zu überleben. Das Gespräch erinnere ich auch nicht mehr richtig, nur, dass es für mich extrem verwirrend war. Und ich erzählte glaube ich auch einiges… Irgendwann war ich nicht mehr bei diesem Arzt, da er eine Privat-Praxis als homöopathischer Arzt aufmachte. Ich sah ihn einmal noch, als ich im Sog der Anorexie war, auf einem Dorffest wieder und werde seinen Blick nie vergessen. Meine Eltern begrüßten ihn und auch da verhielt er sich ziemlich verhalten. Das beobachtete ich alles aus einiger Ferne. Zu dieser zeit sprach ich nicht viel mit Menschen. Heute weiß ich seine Blicke zu deuten. Und dass es richtig war, meinen Vater anzuschnauzen.

Und dann war da noch mein Therapeut in der Klinik T. ein junger Therapeut, der ein ziemlich großes Herz hatte und individuell auf die Patienten einging. Ich lehnte ihn anfangs komplett ab. Junger Therapeut ist irgendwie auch eine Art Trigger, schwierig zu erklären. Doch er sprach meine Aggression und Ablehnung ihm gegenüber auf eine sehr gute Art und Weise an. Ich sprengte mit meinen Diagnosen absolut das Konzept der Klinik, das eher für leichtere Störungen ausgelegt war. Er war auch einer der ersten, der Trauma direkt ansprach. Zu der Zeit hatte ich das Gefühl, wirklich verrückt zu werden und von einem Dämon besessen zu sein. Weil da eine Stimme war, die mir Sachen sagte und ich Sachen tat, über die ich keine Kontrolle zu haben schien. Er stempelte mich nicht als verrückt ab, wie ich befürchtete, sondern nannte zum ersten Mal Dissoziation und auch das potentielle vorhanden sein von Anteilen durch Trauma. Das führte nach der Klinik zu meiner jetzigen Therapeutin und endlich die richtige Behandlungsform.

Was diese Menschen alle besonders auszeichnete war, dass sie aus ihren vorgegebenen Mustern ausbrachen und auf mich persönlich eingingen. Nicht, wie man es bei Fall-xy macht, sondern mich als Menschen sahen. Auch, dass sie zeigten, dass sie sich sorgten und Mitgefühl hatten. Ich denke das war so wichtig für meine weitere Entwicklung, weil ich das zuvor nicht erlebt hatte. Diese Menschen zeigten mir das an Menschlichkeit, was meine Eltern nicht in der Lage waren, zu zeigen. Ich denke immer wieder mal an sie und empfinde es als Ressource, neben all den negativen, übergriffigen, Erfahrungen mit Menschen vom Fach. Ich weiß nicht, wo ich nun wäre, wären diese Menschen zu dieser Zeit nicht an meiner Seite gewesen. Das zeigt mir auch wieder, wie viel Einfluss ein herzlicher, liebevoller Umgang auf die weitere Entwicklung hat. Und es nicht zu spät ist, solche Erfahrungen zu machen, selbst, wenn man es als Kind nicht hatte.

Erster Schultag und Maskenpflicht

Puh, wo fange ich am besten an? Bei mir ist es häufig so, dass ich Magen und Darm Probleme bekomme, sobald ich sowas wie eine größere Gruppe kennenlerne. Soziale Phobie lässt grüßen… Auf dem Weg dorthin versucht ich mich durch Atmen zu beruhigen. In der ganzen Schule gilt Maskenpflicht und obwohl vom Senat genehmigt wurde, dass man sie während des Unterrichts die Masken abnimmt, riet die Schulleitung dazu sie die ganze Zeit auf zu haben. Da saß ich dann also umringt von Leuten, deren Gesichter ich nicht sehen konnte, bzw nur halb. Das Wetter machte allen enorm zu schaffen, was nicht dazu beitrug, dass ich besser Luft bekam. Bei mir wird es ab 30 min ungefähr kritisch und mein Trauma-Gehirn übernimmt dann schnell mal die oberhand. Ich versuchte alle eine Panikattacke zu bekämpfen und als Ausweg nahm mein Gehirn Dissoziation und reagierte mit pochenden Kopfschmerzen. Panikattacken unter einer Maske zu bekämpfen, benötigt all meine Kraft, deswegen bekam ich das um mich herum kaum mit. Zum Glück waren es nur allgemeine Einführungen. Ich frage mich, wie es morgen werden soll, statt 2 Stunden, 6 Stunden. Und dass ich mich dann noch auf Unterricht konzentrieren kann. Was selbst unter normalen Umständen schon eine Herausforderung war. Nachdem ich das Schulgelände verließ, mir eine Schmerztablette einschmiss und endlich die Maske abnehmen konnte, rief ich bei meiner Neurologin und fragte nach einer Befreiuung. Die Sprechstundenhilfe meinte „Sowas machen wir hier eigentlich nicht und Frau Dr. ist jetzt auch im Urlaub“ Toll… wenn nicht mal die das ernst nehmen, dann wird es bei einem Internisten vermutlich ähnlich frustrierend. Ich habe hier auch noch keinen Hausarzt. Das hieße mich neu vorstellen und gleich sowas fordern. Ich könnte meine Krankenakte mitnehmen, wo auch das mit der dissoziativen Störung drin steht. Ich bin gerade etwas ratlos, da ich weiß, dass es mich massiv mitnehmen würde, wenn das nicht als Grund anerkannt werden würde.

Meine Unterrichtsfächer sind aber ziemlich cool. Besonders freue ich mich auf Sozialkunde und Psychologie. Die Schule ist riesiger als gedacht, was mir dissoziativ noch mehr wie ein großer Irrgarten vor kam. Und auch wenn heute sehr anstrengend war: Ich hatte keine Panikattacke und den Tag überstanden, trotz dieser Belastungen. Jetzt lausche ich dem Gewitter, ruhe mich aus und werde später noch Papierkram machen und einkaufen.

Telefonat mit dem weissen Ring(tw)

Ich sitze hier am Küchentisch und heule mir die Augen aus dem Kopf. Das Telefonat habe ich noch durchgehalten, ohne Zusammenbruch. Meine Therapeutin hatte ja schon häufiger die Idee, dass es validierend sein könnte, sich bei dem Weißen Ring über meine Rechte zu informieren. Dies tat ich ja schon vor einiger Zeit zunächst per Mail und weiß nun, dass ich grundsätzlich schon das Recht hätte, eine Strafanzeige zu machen.

Dazu schwirrten mir heute noch einige Fragen nach der Traumatherapie herum und ich nahm meinen Mut zusammen und rief das Opfer-Telefon des weissen Rings an.

Die Frau dort riet mir eher dazu, den Antrag bein Fond zu stellen, was ich ja schon bereits getan hatte und auch, dass ich zurzeit eine Traumatherapie mache. Sie sagte mir dann, dass der Prozess sehr schlimm sein könne, da man mich als unglaubwürdig von der Gegenseite darstellen würde. Das wusste ich schon und das ich auch vermutlich der Grund, warum sich kaum jemand traut das auf sich zu nehmen. Sie fragte dann was mir ein solcher Prozess bringen würde, ob mir die Genugtuung etwas bringen würde, sollte ich gewinnen. Und dann sagte sie, najaa… man könnte es ja auch so sehen, das sie andere damit schützen.

Ich dachte nur what the fuck geht denn hier jetzt ab und mein Gehirn sprang sofort auf Notstrom um. Ich notierte mir noch Beratungsnummern, sagte ja und Amen und hörte noch wie sie sagte, dass es mir doch mehr helfen könnte dass ich anscheinend eine nette Traumatherapeutin habe.

ES GEHT UM MEIN FUCKING RECHT FÜR MICH EINZUSTEHEN; DASS JEMAND EINE GERECHTE STRAFE DAFÜR ERHÄLT MIR AUF SO UNSAGBAR GRAUSAME ART UND WEI?E SO FRÜH ETWAS ANGETAN ZU HABEN. DIE NACH WIE VOR MEIN GANZES LEBEN BEEINFLUSST WÄHREND DIE PERSON UNGESTRAFT DAVON KOMMT UND ES WOMÖGLICH WIDERHOLT.

Aber darum geht es nicht nur, es geht um mich als junges Mädchen, der damit so viel genommen wurde.

Ich sagte auch, dass ich mich lediglich über meine RECHTE informieren wollte.

Ich kotze fast so doll muss ich weinen

Keine Ahnung wie jemals jemand sowas durchsteht, wenn selbst die Berater einem davon abraten. Anstatt mich aufzuklären; was meine verdammten Rechte sind.

Natürlich ist mir bewusst, wie entmenschlichend und eventuell retraumatisierend ein Prozess sein kann, aber das ist nicht ihre Aufgabe für mich zu entscheiden, wenn ich sage, dass ich mich informieren möchte. Schon gar nicht am Telefon.

Sie sagte dann noch: Warten Sie mal… sie sagten, sie machen schon ein Jahr Traumatherapie? Das kann nicht sein, so lange gehen Traumatherapien nicht.

Ich wies auf die Corona-Unterbrechung hin und dachte noch mehr wtf… ich weiß nicht mal wie lange ich schon die Traumatherapie mache, weil ich nicht mal ein Gefühl für Zeit habe. Es gab immer wieder Unterbrechungen, aber letztes Jahr im Sommer fingen wir an daran zu arbeiten. Und es wird auch noch wesentlich länger gehen. Wir beantragen gerade eine Verlängerung und danach bezahlt der Fond… Diese Rechtfertigung hat nochmal so viel ausgelöst. Oder war es Herbst letzten Jahres als wir damit anfingen? Da gab es wegen der Wohnunggsuche auch nochmal eine Unterbrechung. ICH HABE KEIN GUTES GEFÜHL FÜR ZEIT UND LÜCKEN VERDAMMT.

Sie fragte auch noch, ob ich denn Geld hätte, was ich natürlich verneinte. Es ging lediglich darum mich zu informieren und nicht sofort eine Strafanzeige zu stellen.

Wow, jetzt weiß ich auf jeden Fall darüber Bescheid welche meine Rechte als Betroffene sind und wie man mich damit behandelt. Danke für nichts. Wie dumm von mir überhaupt daran gedacht zu haben.

Wenn nicht mal die eigene Familie zu einem hält. Was für Rechte gibt es für mich als Betroffene wirklich? Ohne Geld, familiären Rückhalt, psychische Stabilität. Es heißt, dass ich THEORETISCH Rechte HÄTTE. Aber in Wahrheit heißt es, dass es für Menschen wie mich kein Recht gibt, und ich mir sowas wie „was haben sie von der Genugtuung?“ anhören muss, was eigentlich mein fucking RECHT wäre… Theoretisch halt…

Komme auf das Wort Genugtuung nicht klar, vor allem geht es NIEMANDEN außer mir etwas an, ob ich mich für einen Prozess entscheide und was meine Intention dahinter ist.

Mal ganz abgesehen davon, dass ich mich erstmal informieren wollte… also Validierung?! Guter Witz… Nicht in dieser Welt.

 

 

 

 

 

Ein gesundes Gewicht

Ich wünschte, ich wäre eine dieser Frauen, die nachdem sie an Gewicht zugenommen hat, die Stärke besitzt ihren Körper zu akzeptieren, in dieser anderen, neuen Form. Gesund als etwas schönes sehen zu können. Ich gehe jeden Tag mit Schuldgefühlen schlafen, dass ich zu viel gegessen habe (eher normal und sehr gesund, aber für der Magersucht zu viel) und dass ich unbedingt diese drei kg wieder abnehmen muss, damit ich auch die Brüste wieder loswerde. Denn jedes Mal, wenn ich Richtung Normalgewicht komme, fangen meine Brüste an sehr weh zu tun und zu wachsen. Und ich halte es nicht aus. Dieses Gewicht halte ich nun einige Monate schon und ich sehe tatsächlich positive Veränderungen, wie dass ich besser schlafe und mehr Kraft habe. Aber der negative Effekt dabei ist die Magersuchts-Stimme, die mir die ganze Zeit im Nacken sitzt. Bei jeder Mahlzeit, bei jedem Blick in den Spiegel und wenn ich versuche ein Outfit zu finden, in dem ich mich einigermaßen wohl fühle und in dem man meine Brust nicht so sieht.

Klar, ich bin mittlerweile schon an einem ganz anderen Punkt und es ist großartig, welche Lebensmittel ich mittlerweile schon wieder essen kann ohne gleich drei Tage zu hungern. (drei War damals die magische Zahl, woher auch immer das kam) Auch die Zwänge sind besser geworden. Ich muss vor sozialer Interaktion nicht erst hungern und kann sogar vor anderen Menschen essen, wenn ich mich wohl fühle. Es verändert sich schon etwas und ist keine Heilung über Nacht. Es kommt in kleinen Schritten. Nur ist es so unglaublich schwer auszuhalten, einen „gesunden Körper“ zu haben. Die Haut in der ich wohne war noch nie mein zu Hause. Sie fühlt sich fremd und geliehen an. Ich weiß, dass dieser Körper schon so viel durchgemacht hat und würde ihm gerne mit Liebe begegnen, doch das wäre mehr als geheuchelt. Ich empfinde Ekel und Scham, was mich gleichzeitig so wütend macht, weil ich weiß woher es kommt, dass ihn als solches empfinde.