Keine Worte

Gerade war ich bei meiner Neurologin für eine Krankschreibung. Sie sah mich erwartungsvoll und auch irritiert an, weil ich nichts sagte. Ich sagte ich bräuchte nur das. Und als sie fragte, was denn sonst so los sei, sagte ich, dass ich nicht reden will. Dass es mir gerade schlecht geht, aber ich nicht darüber reden will und ging. Ich weiß nicht, was das bringen sollte, zu erzählen, warum es mir gerade schlecht geht. Das alles hoch zu holen, auskotzen, wieder in mich rein stopfen und weiter leben. Kann sie mir helfen in diesen 10-15 Minuten? Nein. Wenn ich darüber rede, fühle ich mich danach noch beschissener und funktioniere noch weniger. Und gerade muss ich mich zu allem zwingen, weil ich einfach keinen Sinn darin sehe, überhaupt irgendwas zu machen. Ich laufe brav in meinem Hamsterrad, aber dann frag mich bitte nicht, wie es mir geht. Ich beiße die Zähne zusammen und mache irgendwie weiter. Ich sehe den Sinn gerade nicht. Nicht mal darin Musik zu hören. Was soll das bringen. Ablenkung. Ja, Ablenkung, darin bin ich gut. Schön von dem ablenken, was nicht ins Bewusstsein geraten darf. Ich will nicht aufstehen, mir nicht die Zähne putzen, nicht essen, nicht schlafen, niemanden treffen, nicht arbeiten, nicht tun müssen, als käme ich klar, ich will nicht lächeln müssen, damit sich andere in meiner Gegenwart wohler fühlen, einfach nichtsnichtsnichts. Das einzige was mir gerade etwas geben würde, wäre meine Sucht und ja ich weiß, den Körper durch hungern geißeln ist scheiße, aber dieses Gefühl ertragen kann ich auch nicht. Brav essen ist mir so zuwider und ich hasse mich so sehr dafür. Nichts ist okay nichts. Ich will nicht mehr reden, über diese scheiß Psycho-Themen. Schon seit Jahren diese Themen. Ich will einfach nicht mehr darüber reden. Das macht gar nichts besser. Gar nichts.

Antwort vom Weissen Ring

Ich habe mich nach der Traumatherapie dort online informiert, ob mein Kenntnisstand so stimmt. Einen Teil der sehr ausführlichen Antwort, auf meine kurze Frage möchte ich hier teilen. Und lasse es erstmal sacken. Ein Teil von mir schreit auf und denkt YEEEEEEEEEES ihr miesen Dreckspenner, jetzt seid ihr dran. Und dann ist da auch noch viel Angst. Finanzielle Kosten? Kraft? Schaffe ich das überhaupt? Was bedeutet diese Möglichkeit? Es bedeutet nicht, dass ich sofort etwas tun muss. Es bedeutet für mich aber, dass die Möglichkeit einer Strafanzeige besteht und ich, wenn ich das möchte und stabil genug bin, ich mich mit meiner Therapeutin darauf vorbereiten kann. So lange es eben braucht. Eine Wahl auf mein Recht zu haben ist gerade sehr sehr wichtig für mich.

Hallo Mondmaedchen,

mein Name ist X. Ich bin ehrenamtlicher Onlineberater beim WEISSEN RING, der Opfern von Straftaten zur Seite steht.

Es tut mir sehr leid, was Ihnen passiert ist und dass das einen solchen belastenden Einfluß auf Ihr Leben nimmt.
Ich finde es toll, dass Sie dagegen angehen im Rahmen einer Traumatherapie.

Zu Ihrer Frage:
Mir ist nicht bekannt, dass eine Anzeige aufgrund einer Traumatherapie verwirkt werden könnte und hinsichtlich der Verjährungsbestimmungen gibt es im Sexualstrafrecht Sonderbestimmungen, so dass eine Anzeige auch viele Jahre nach der Tat/den Taten noch möglich ist.

Falls Sie Anzeige erstatten möchten, würde ich Ihnen die Einschaltung einer Anwältin/eines Anwalts empfehlen, vorzugsweise im Strafrecht spezialisiert.
Für die Suche verweise ich auf folgende Internetseiten:

 

Strafanzeige & Gedanken zu gestern (Triggerwarnung)

Zurzeit geht es in meinem Blog viel um Themen wie sexuellen Missbrauch, psychische und emotionale Gewalt und die Traumatherapie, um nicht zu vergessen und um das in mir in Worte zu fassen. Es ist nur ein Ausschnitt meines Lebens und zum Glück gibt es mittlerweile auch noch andere Aspekte. wenn dich diese Themen triggern, oder dir ein schlechtes Gefühl geben, pass bitte gut auf dich auf.


„Sie können immer noch eine Anzeige machen.“

Gestern am Ende der Stunde war ich außer mir, weil ich Angst habe, dass diese Menschen vermutlich  weiter betrieben haben/betreiben, was sie mit mir taten.

„NEIN KANN ICH NICHT ICH MACHE JA TRAUMATHERAPIE!!!“

„Sie können Hilfe von dem weissen Ring bekommen und sich dort mal informieren.“

Oh, ich erinnere mich, dass sie das schon häufiger gesagt hatte. Nach der letzten V. vor einigen Jahren war ich nicht stabil genug und meine Therapeutin erklärte mir, dass ich die Möglichkeit hätte eine Anzeige zu machen, oder die Traumatherapie. Ein Strafverfahren ist anscheinend nicht mehr möglich, wenn man Traumatherapie macht, da es „Gedächtnisinhalte verändert“. Für mich ist das ein Fehler im System und auch Täterschutz. Denn das bedeutet für mich ganz einfach, dass ich, wenn ich stabil genug wäre, durch die notwendige Therapie, ich mein Recht auf Recht verwirkt habe.

Und sie sagte auch noch, dass ich damals meine Eltern gebraucht hätte um eine Anzeige machen zu können, die mir sehr vermutlich (wie bei andere Sachen) nicht geglaubt und nichts getan hätten. Ja, das klingt nach meinen Eltern. Naja und in der Zeit dazwischen war ich chronisch suizidal. Das hätte ich nicht durchgestanden. Und mir nicht einmal selbst geglaubt und mir selbst die Schuld gegeben hätte, wie es mir quasi antrainiert wurde.

Ich war immer noch völlig außer mit und dann als das mit meinen Eltern fiel, weinte ich und weitere Erinnerungen prasselten auf mich ein. Gestern war es, als wären schleusen aufgegangen zu gewissen Jahren, die einfach nicht zusammen passen wollen. Es fühlt sich an wie parallele Leben, die ich zu dieser Zeit gelebt habe.

Sie hat mir auch nahegelegt all meine Wut über meine Mutter und ihre jetzige Arbeit mit traumatisierten Kindern, in einen Brief zu schreiben und wenn mir danach ist, diesen ihr auch zu schicken. Und ich bin so froh, dass meine Therapeutin versteht, was meine Mutter für ein Mensch ist und dass sie das nur für sich tut. Meine Therapeutin vermutet, dass meine Mutter selber ähnliche Erfahrungen wie ich machte, das könnte ihre Ablehnung für alles was weiblich ist und ihr kindliches Aussehen erklären. Und die Dissoziation. Entschuldigt dennoch ihr Verhalten nicht.

Wir sprachen auch über meine Gewichtszunahme, das ich morgens vor dem Spiegel eine Krise bekam und nichts passendes zum Anziehen fand, was gut passte. Sie erfragte, wie meine Mutter mit meine Mutter auf meine Magersucht damals reagierte und generell über meinen Körper redete. Die Essstörung ignorierte sie, wie alles andere auch. Aber meinen Körper lobte sie immer. Verglich sich mit meinem flachen Bauch, meine Hände und ihre etc. Mein eigener Schluss daraus war „also da war sie eigentlich mal ganz nett und hat mir Komplimente gemacht wie wow, wie schaffst du es, so einen flachen Bauch zu haben.“ Meine Therapeutin erwiderte, dass es kein Wunder ist, dass mir die Gewichtszunahme so sehr zu schaffen macht, wenn mein Körper damals das einzige war, für dass ich positive Aufmerksamkeit bekam und meine eiserne Disziplin als etwas gutes von ihr gesehen wurde. Wow, so hatte ich das noch nie betrachtet. Vor allem ist Gewichtszunahme auch mit „Nun bin ich noch weniger liebenswert als vorher“ verbunden. Als wäre Liebe etwas, dass man sich durch hungern verdienen könnte. Irrsinn denke ich, während ich dies gerade schreibe. Diese Annahme ist so fest in mich gemeißelt, daran ist schwer zu rütteln. Doch es macht so viel Sinn. Es ist es nicht der einzige Grund für die Essstörung und das schlechte Körpergefühl, aber hat großen Einfluss genommen, wie es sich weiter entwickelte.

 

 

Instagram-Chat mit meiner Schwester

(Meine ältere Schwester ist die Einzige in meiner Familie, die dieses Thema nicht totschweigt.) 

Sie schickt mir das:

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Ich: Das habe ich auch schon geliked

Sie: oh🙃

Ich: Und du bist mit meinem abuser auf insta und fb befreundet.

Aber anderes Thema 😬

Sie: oh

Dann sag es mir

Finde den Ansatz gut

Das triggert dich doch vermutlich immer

Ich: Ja tut es, aber es fällt mir schwer das zu sagen

Sie: Verstehe 😦

Ich: Aber danke für das😭❤️❤️❤️

Bedeutet mir viel, dass du mir das geschickt hast

Ja, finde den Ansatz auch gut

Sie: Sag ein Wort und ich mache es😘

Ich: Aber ich muss nicht genau erklären, was passiert ist oder?

Sie: Nee

Nee du musst gar nichts!

Je mehr…

Aufgedeckt wird. Schicht für Schicht, der „Zwiebeln“, wie es meine Therapeutin nennt. Je mehr es ins Bewusstsein rückt und je mehr sich daraus ein Bild zusammen fügen lässt. Stück für Stück und Schicht für Schicht. Desto müder werde ich. Stiller. Ziehe mich noch mehr zurück. Funktioniere. Versuche nicht daran zu denken im Alltag. Trauma-Erinnerungen, während ich mit Müttern auf dem Spielplatz plaudere? Das passt nicht zusammen. Diese Scheinwelt und mein Inneres. Der Kampf gegen meinen Körper, den ich so sehr abstoße, nur noch mehr seit ich 4kg zugenommen habe. Das ist nicht viel, aber ich hasse es, dadurch nicht mehr im Untergewicht zu sein. Denn in mir schreit es „seht genauer hin, nichts ist okay!!!“ Und nun sehe ich auch von außen noch normaler und angepasster aus. Es passt nicht zu meinem Inneren. Meine Narben sieht man besonders in der Sonne. Und ich weiß wie ich meine Arme drehe, damit es nicht auffällt. Diese Narben sind irgendwie auch wichtig. Das ist keine Verherrlichung von Selbstverletzung. Sie erzählen den Kampf meiner Psyche. Diese Narben sind abgeheilt, der Schmerz, der sie verursacht hat, nicht. Heute habe ich eine neue Zahnkrone bekommen und habe so gut durch gehalten und mich selbst beruhigen können, in dem ich mich nach Innen verzogen habe, so gut es ging. Davor war ich beim Hautarzt. Ärzte-Marathon und ich versuche mühsam jegliche Stellen an mir zu flicken. Die nächsten zwei Zahnarzt-Termine stehen auch schon. Gerade, als ich im im Bad war (da gibt es immer die seltsamsten Gedanken) kam der Gedanke, dass wenn ich nun doch sterben würde, weil ich das alles nicht mehr aushalte, der Zahnarzt ganz umsonst die Zähne schön her gerichtet hätte. Dann würde ich da liegen. Tot, aber mit schönen Zähnen. Fühlt sich noch mehr an, wie eine Sinnlosigkeit. Wer braucht schon schöne Zähne, wenn das Innen so zerüttet ist. Aber ich will doch leben, denke ich dann. Warum denke ich sowas? Und bemühe mich so sehr an allen möglichen Stellen an meinem Leben zu arbeiten. Ich bin einfach gerade so müde. Mir ist es schon zweimal passiert, einmal von einer Mitpatientin in der Klinik und zuletzt von dem Mann, den ich näher kennen lernte, dass diese Menschen, wenn sie von dem Missbrauch erfahren, oder ich ihre Vermutung bestätige, dass sie sagen: „Und ich rege mich über die kleinsten Sachen auf und bin deswegen depressiv… also wenn mir sowas passiert wäre, wäre ich schon längst aus dem Fenster gesprungen.“ Und dann sitzt du da und denkst: “ Ja zum Großteil meines Lebens wollte ich das auch.“ Man überlebt irgendwie damit. Denn tief in uns ist dieser Überlebensinstinkt. Und ich kann nachvollziehen, warum es viele auch nicht schaffen, damit zu leben.

Heute war… schräg

Und ich schäme mich und würde am liebsten nächste Woche nicht mehr zur Therapie. Für mich ist es so wichtig die Kontrolle zu behalten. Anscheinend konnten wir gut an die emotionalen Flashbacks anknüpfen. Wir starteten mit der Verknüpfung zu meiner Mutter, die nun, seit die Corona-Regeln gelockert wurden, als Erzieherin mit traumatisieren Kindern arbeitet, das weiß ich über andere Familienmitglieder. Das nahmen wir als Ausgangsereignis und meine Wut. Denn zu Themen aus Kindheit und Jugend konnte ich keinen Bezug finden. Es startete eine Kette vor Erinnerungen. Es flossen anscheinend viele Tränen und es kamen neue Erinnerungen. Aber immer noch keine von meiner Mutter, sondern anderen Randfiguren und schlimmen Ereignissen. Irgendwann saß ich auf dem Holzboden der Praxis. Musste mich irgendwie erden, irgendwie Halt finden, irgendwo. Meine Therapeutin schnappte das EMDR-Gerät und stellte es zu mir auf den Boden, damit wir weiter machen konnten. Ich zog auch noch meine Schuhe und Socken aus, weil ich meine Beine und Füße nicht mehr spürte. An die Erinnerungen danach kann ich mich nicht mehr erinnern. Danach kam anscheinend  Dissoziation und ich schlug mir die Hände vor mein Gesicht und irgendwie wurde es innerlich dunkel und es gab keine Bilder mehr. Irgendwann hörte ich mir dabei zu wie ich sagte als sie fragte „und was fühlen sie jetzt?“ „Gar nichts, was soll ich schon fühlen?“ Meine Therapeutin bezog sich auf die vorherige Erinnerungen. Ich: „Das ist kein Grund so herum zu heulen.“ Meine Therapeutin:“ Warum?“ Ich: „weil das echt nervt.“ Dann wieder Schwärze und ich sah alles aber konnte nichts tun. Auf einmal war da wimmern und innerlich „MAMA ICH WILL ZU MEINER MAMA MAMA ICH WILL ZU MEINER MAMA“ fuck, was ist denn das jetzt? Aber nicht, dass mir das neu wäre, nur nicht vor der Therapeutin. Es kamen aber keine Worte, das konnte ich noch verhindern, aber dieses wimmern. Das war mir so unangenehm und als ich wieder was sagen konnte sagte ich, ich müsse mal kurz ins Bad.

Meine Therapeutin fragte, als ich wieder rein kam, ob wir kurz darüber sprechen könnten. Äh ja ungern. Für mich sind es so Schallplatten. Dieses wimmern, zusammen kauern, Kopf gegen die Wand schlagen und nicht sprechen können, ist ein Zustand, der immer wieder auftaucht, wenn er angetriggert ist. Sie sagte Ego State Anteil? Ein sehr kleines Mondmädchen-Teil? Sie meinte, das andere würde nach dem klingen, was meine Mutter sagen würde. Hm, Mit den Begrifflichkeiten tue ich mich schwer. Bei mir ist es nicht so, dass alles von Amnesien getrennt ist, ich kann zusehen, aber dann in dem Moment nicht handeln. Das sind zutiefst peinliche Situationen für mich, die Kontrolle zu verlieren. Meine Therapeutin fragte, ob das EMDR-Gerät diesem Zustand geholfen hat, aber keine Ahnung ehrlich. Können Schallplatten denn fühlen? Ich habe dazu jedenfalls keinen Bezug mehr und bin danach einkaufen gegangen. jetzt bin ich einfach nur müde und versuche mit diesem Schamgefühl zurecht zu kommen.

Einsamkeit mit Einsamkeit bekämpfen

Verdrängung von Gefühlen klappt immer nur bis zu einem gewissen Punkt. Dann brechen sie auf und über einen herein. Selbstisolation. Einsamkeit mit Einsamkeit bekämpfen. So habe ich es gelernt. Versuchen die Wünsche und Gefühle in mir im Keim zu ersticken. Papierkram, neue Wohnung suchen, arbeiten. Funktionieren. Funktionieren. Funktionieren. Um nicht das zu fühlen, worum es eigentlich geht. Schlimmer als der Trigger vor einigen Tagen, war das Gefühl gerade niemanden zu haben, der mir wirklich nah ist. Und ja, ich sehne mich nach Nähe und Geborgenheit. Vermutlich schon mein ganzes Leben. Aber darüber spreche ich nicht. Ich bin diejenige, die Witze darüber macht, dass ich gerade bei meinem Glück und meiner Prägung eh alleine besser dran bin, als mit den Menschen, auf die ich dann treffe. Die sich als Enttäuschung herausstellen. Verlassenheitsschmerz, oder gar nichts fühlen, weil es da nichts gibt. Leben ist auch Schmerz, das weiß ich. Doch müssten auf der anderen Seite dann die schönen Erfahrungen sein. Davon gibt es zu wenige, als dass ich gerade davon zehren könnte. Ich bin müde von dem Versuch Menschen an mich heran zu lassen. Resigniert und sehne mich trotzdem. Das Eine, schließt das Andere nicht unbedingt aus. Als ich gestern mit meiner Therapeutin telefonierte und von der U-Bahn Fahrt erzählte, von dem Gefühl, das sich jetzt jemanden bräuchte, der mich einfach in den Arm nimmt, sagte sie, dass klingt als würde ich mich nach Mutterliebe sehen. Der Ursprung, der mir fehlt. Diese Wunde wird niemals verheilen, ich werde einfach lernen mit ihr zu leben. Und dass sie in solchen Momenten wieder aufreißt und anfängt zu bluten. Danach versorge ich sie, bis es nicht mehr so sehr weh tut und ich lenke mich ab, um zu vergessen, dass sie überhaupt da ist. Einsamkeit mit Einsamkeit zu bekämpfen klappt und ungefähr so gut, wie Feuer mit Feuer zu bekämpfen. In den letzten Tagen prasseln diese Gefühle auf mich ein und eng damit verbunden ist der Wunsch zu sterben. Meine Therapeutin erwähnte, dass die auch eine Art Automatismus sei, diese Gefühle sind so unaushaltbar, dass es damit verknüpft ist. Eine Art Bewältigungsmechanismus. Klingt erstmal komisch ich weiß, denn der Tod an sich würde nichts lösen, dann wäre einfach nur alles vorbei. Und das ist vielleicht das, was dieser Bewältigungsmechanismus ist, dass ich immer das Recht haben werde meinem Leiden ein Ende zu setzen. Ich habe keine Suizidgedanken zurzeit, es sind einfach Gedanken und Gefühle, die mit diesen kindlichen Gefühlen und Erinnerungen fest verknüpft sind und dann in der Intensität auftauchen wie damals. Manchmal ist es aber sehr schwer, das auseinander zu halten, weil ich mich ja auch jetzt einsam und verlassen fühle.